Computergestütztes Lernen und Unterstützte Kommunikation für Schülerinnen und Schüler mit einer körperlichen / geistigen Beeinträchtigung

Frage

Entscheidung für einen Talker

eingestellt am: 09.05.2010, 17:54 Uhr
eingestellt von: Christiane Lunz
über den Autor:

Beschreibung:

Hallo ich bin Christiane (Chrisan) und habe mich neu im Forum angemeldet.

Ich bin Ergotherapeutin und stehe vor der Entscheidung einen geeigneten Talker für meinen Schüler zu finden. Wir hatten PRD und REHAVISTA zu Besuch bei uns, die die Talker DYNA VOX V und Wortstrategie 60 vorstellten. Unser Schüler war gleichermaßen begeistert von den Talkern und zeigte großes Interesse und Motivation beim Umgang mit beiden Talker. Jetzt stehen wir im Team vor der großen Entscheidung, welcher Talker ist besser??????

Wer kann mir da helfen.

Kommentare zum Beitrag:

09.05.2010, 18:31 Uhr - Entscheidung für einen Talker - Stephanie Kremer

Entscheidung für einen Talker

eingestellt am: 09.05.2010, 18:31 Uhr
eingestellt von: StephanieKremer

Kommentar:

Hallo Christiane,

vor der gleichen Entscheidungen standen wir vor einem Jahr auch.

Bei den Wortstrategien Gateway bei DynaVoxV und Minspeak bei den PR-Geräten gibt es aus meiner Sicht kein grundsätzliches besser oder schlechter. Jede Wortstrategie für sich hat ihre Vorteile. Ich denke, dass man hier die Entscheidung schülerabhängig fällen sollte. Entscheidend ist hier zum Beispiel das Störungsbild. Minspeak erfordert zum Beispiel Kombinationen von Zeichen. Dem ein oder anderen Schüler fällt es besonders schwer, die Kombination Zauberer und Apfel mit -ich möchte einen Apfel- zu verbinden. Gateway ist da klarer nach Kategorien strukturiert. Hat man aber einen Schüler, der Sinnbilder versteht und auch mag, ist Minspeak sehr geeignet.

Ich kann hier nur empfehlen, sich von beiden Geräten die PC-Software zu besorgen. PR bietet sie, denke ich, kostenlos auf ihrer Seite an. Rehavista vertreibt die Editing-Software für, glaube ich, 10 €. Dann kann man auf dem PC beide Geräte simulieren und in Ruhe relevante Sätze bilden. Leider spricht die Rehavista-Software auf dem PC nicht, sodass eher die Erwachsenen entscheiden müssen, die es sehen und lesen und man es nur begrenzt mit dem Schüler ausprobieren kann.

Man bekommt aber so einen recht guten Überblick darüber, wie welche Software funktioniert. Diese Info kann man dann meist auf den Schüler gut übertragen und stellt fest, dass eine der beiden Wortstrategien dem Schüler von seiner Denkweise und seinen Fähigkeiten näher ist.

Wir haben uns für einen DynaVox V entschieden, da der Schüler durch die autistische Störung Sprache sehr wörtlich nimmt. Da erschienen uns Sinnbilder eher ungeeignet. Und wir sind sehr zufrieden mit der Entscheidung.

Aber wie gesagt, für einen anderen Schüler wäre vielleicht Minspeak besser gewesen...

Viel Erfolg bei der Entscheidung!!!

Und grundsätzlich gilt, dass man für die Geräte so etwas wie eine Probezeit hat. Wir hätten nach einem halben Jahr noch einmal umentschieden können, wenn wir bemerkt hätten, dass es die falsche Entscheidung war. Fragt doch dazu bei der Kasse nach oder bei einer Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation in eurer Nähe.

Viele Grüße

Stephanie

Informationen über den Autor:

Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Sonderpädagogik) Integrationsfachkraft an Förder- und Regelschulen absoluter Fan von technischen Hilfsmitteln, besonders Sprachausgabegeräten ;O))))))))))

09.05.2010, 18:32 Uhr - Entscheidung für einen Talker - Stephanie Kremer

Entscheidung für einen Talker

eingestellt am: 09.05.2010, 18:32 Uhr
eingestellt von: StephanieKremer

Kommentar:

Hallo Christiane,

vor der gleichen Entscheidungen standen wir vor einem Jahr auch.

Bei den Wortstrategien Gateway bei DynaVoxV und Minspeak bei den PR-Geräten gibt es aus meiner Sicht kein grundsätzliches besser oder schlechter. Jede Wortstrategie für sich hat ihre Vorteile. Ich denke, dass man hier die Entscheidung schülerabhängig fällen sollte. Entscheidend ist hier zum Beispiel das Störungsbild. Minspeak erfordert zum Beispiel Kombinationen von Zeichen. Dem ein oder anderen Schüler fällt es besonders schwer, die Kombination Zauberer und Apfel mit -ich möchte einen Apfel- zu verbinden. Gateway ist da klarer nach Kategorien strukturiert. Hat man aber einen Schüler, der Sinnbilder versteht und auch mag, ist Minspeak sehr geeignet.

Ich kann hier nur empfehlen, sich von beiden Geräten die PC-Software zu besorgen. PR bietet sie, denke ich, kostenlos auf ihrer Seite an. Rehavista vertreibt die Editing-Software für, glaube ich, 10 €. Dann kann man auf dem PC beide Geräte simulieren und in Ruhe relevante Sätze bilden. Leider spricht die Rehavista-Software auf dem PC nicht, sodass eher die Erwachsenen entscheiden müssen, die es sehen und lesen und man es nur begrenzt mit dem Schüler ausprobieren kann.

Man bekommt aber so einen recht guten Überblick darüber, wie welche Software funktioniert. Diese Info kann man dann meist auf den Schüler gut übertragen und stellt fest, dass eine der beiden Wortstrategien dem Schüler von seiner Denkweise und seinen Fähigkeiten näher ist.

Wir haben uns für einen DynaVox V entschieden, da der Schüler durch die autistische Störung Sprache sehr wörtlich nimmt. Da erschienen uns Sinnbilder eher ungeeignet. Und wir sind sehr zufrieden mit der Entscheidung.

Aber wie gesagt, für einen anderen Schüler wäre vielleicht Minspeak besser gewesen...

Viel Erfolg bei der Entscheidung!!!

Und grundsätzlich gilt, dass man für die Geräte so etwas wie eine Probezeit hat. Wir hätten nach einem halben Jahr noch einmal umentschieden können, wenn wir bemerkt hätten, dass es die falsche Entscheidung war. Fragt doch dazu bei der Kasse nach oder bei einer Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation in eurer Nähe.

Viele Grüße

Stephanie

Informationen über den Autor:

Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Sonderpädagogik) Integrationsfachkraft an Förder- und Regelschulen absoluter Fan von technischen Hilfsmitteln, besonders Sprachausgabegeräten ;O))))))))))

09.05.2010, 18:32 Uhr - Entscheidung für einen Talker - Stephanie Kremer

Entscheidung für einen Talker

eingestellt am: 09.05.2010, 18:32 Uhr
eingestellt von: StephanieKremer

Kommentar:

Hallo Christiane,

vor der gleichen Entscheidungen standen wir vor einem Jahr auch.

Bei den Wortstrategien Gateway bei DynaVoxV und Minspeak bei den PR-Geräten gibt es aus meiner Sicht kein grundsätzliches besser oder schlechter. Jede Wortstrategie für sich hat ihre Vorteile. Ich denke, dass man hier die Entscheidung schülerabhängig fällen sollte. Entscheidend ist hier zum Beispiel das Störungsbild. Minspeak erfordert zum Beispiel Kombinationen von Zeichen. Dem ein oder anderen Schüler fällt es besonders schwer, die Kombination Zauberer und Apfel mit -ich möchte einen Apfel- zu verbinden. Gateway ist da klarer nach Kategorien strukturiert. Hat man aber einen Schüler, der Sinnbilder versteht und auch mag, ist Minspeak sehr geeignet.

Ich kann hier nur empfehlen, sich von beiden Geräten die PC-Software zu besorgen. PR bietet sie, denke ich, kostenlos auf ihrer Seite an. Rehavista vertreibt die Editing-Software für, glaube ich, 10 €. Dann kann man auf dem PC beide Geräte simulieren und in Ruhe relevante Sätze bilden. Leider spricht die Rehavista-Software auf dem PC nicht, sodass eher die Erwachsenen entscheiden müssen, die es sehen und lesen und man es nur begrenzt mit dem Schüler ausprobieren kann.

Man bekommt aber so einen recht guten Überblick darüber, wie welche Software funktioniert. Diese Info kann man dann meist auf den Schüler gut übertragen und stellt fest, dass eine der beiden Wortstrategien dem Schüler von seiner Denkweise und seinen Fähigkeiten näher ist.

Wir haben uns für einen DynaVox V entschieden, da der Schüler durch die autistische Störung Sprache sehr wörtlich nimmt. Da erschienen uns Sinnbilder eher ungeeignet. Und wir sind sehr zufrieden mit der Entscheidung.

Aber wie gesagt, für einen anderen Schüler wäre vielleicht Minspeak besser gewesen...

Viel Erfolg bei der Entscheidung!!!

Und grundsätzlich gilt, dass man für die Geräte so etwas wie eine Probezeit hat. Wir hätten nach einem halben Jahr noch einmal umentschieden können, wenn wir bemerkt hätten, dass es die falsche Entscheidung war. Fragt doch dazu bei der Kasse nach oder bei einer Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation in eurer Nähe.

Viele Grüße

Stephanie

Informationen über den Autor:

Diplom-Pädagogin (Schwerpunkt Sonderpädagogik) Integrationsfachkraft an Förder- und Regelschulen absoluter Fan von technischen Hilfsmitteln, besonders Sprachausgabegeräten ;O))))))))))

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