Computergestütztes Lernen und Unterstützte Kommunikation für Schülerinnen und Schüler mit einer körperlichen / geistigen Beeinträchtigung

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Frage

Stellungnahme für die Krankenkasse für ein Laptop

eingestellt am: 05.09.2012, 17:47 Uhr
eingestellt von: Sabina Lange
über den Autor: Förderschullehrerin und Kommunikationspädagogin (LUK VI) aus Bremen, ich arbeite an einer Förderschule (Schwerpunkt Geistige Entwicklung) in Niedersachsen bzw. in einer Kooperationsklasse und einer inklusive Klasse an einer Grundschule.

Beschreibung:

Hallo!

Ich habe gerade eine Anfrage für eine Stellungnahme für einen Schüler bekommen, dessen Eltern bei der Krankenkasse ein Laptop beantragen wollen. Kann mir jemand da weiter helfen, was die Stellungsnahme angeht? Ich habe zu diesem Thema noch keine geschrieben und wüsste gerne, welche Kriterien wichtig sind und was ich da überhaupt inhaltlich schreiben sollte...

Außerdem überlegen wir, für den Jungen auch Multitext zu beantragen, damit muss ich mich aber ebenfalls erstmal befassen und bin für Hinweise und Tipps dankbar.

 

Der Schüler geht in die 5. Klasse und wird überwiegend integrativ beschult. Er ist motorisch zwar ansonsten nicht stark eingeschränkt, kann aber nicht mit Stift und Papier arbeiten.

 

Sabina Lange

 

Kommentare zum Beitrag:

Stellungnahme für die Krankenkasse für ein Laptop

eingestellt am: 06.09.2012, 12:53 Uhr
eingestellt von: wori

Kommentar:

Hallo Frau Lange,

Diese Frage wird immer wieder, auch hier im Forum, diskutiert z.B.: www.cluks-forum-bw.de/no_cache/forum/beitraege/hilfe_bei_der_antragsstellung/laptop_als_hilfsmittel_bei_spinaler_muskelatrophie/seite/1.html

Laptops und Computer werden von den Krankenkassen in aller Regel nicht übernommen, da diese als "Alltagsgeräte" (Geräte des täglichen Bedarfs) nicht im Leistungskatalog der Kassen enthalten sind.

Geräte, die zur schulischen Förderung benötigt werden fallen in den Zuständigkeitsbereich der Schulträger - so argumentieren die Kassen meistens.

Bei uns an der Schule ist es in Einzelfällen gelungen Schüler mit einem Laptop bzw einem Tablet-PC aus dem Outdoor/Militär/Robust Bereich zu versorgen. Mittlerweile bieten alle Hersteller solche robusten Geräte an, die meistens unter der Bezeichnung Toughbook o.ä. vertrieben werden.

Wenn es gelingt darzustellen, dass die besonderen Bedürfnisse eines Schülers (Teilhabe, Kommunikation oder Umweltsteuerung) mit solchen Geräten kostengünstiger oder gar ausschließlich zu ermöglich sind, steigen die Erfolgschancen. Eine Argumentation mit schulischer Förderung ist nach meiner Erfahrung ziemlich aussichtslos.

Bei Interesse kann ich gerne einen Kontakt zu dem Kollegen herstellen, der einen Schüler mit einem Tablet-PC versorgt hat (mail an wolfgang.rieth@esther-weber-schule.de).

Ich hoffe, damit konnte ich Ihnen schon mal weiterhelfen. Vielleicht können Sie im Forum berichten, wie die Versorgung ausgegangen ist.

 

Viel Erfolg und herzliche Grüße

Wolfgang Rieth

 

 

PS: Hier sind noch einige Links, die auch interessant sein könnten:

www.cluks-forum-bw.de/no_cache/forum/beitraege/pc_eingabehilfen/touchscreen_ueber_kk/seite/1.html

www.cluks-forum-bw.de/no_cache/forum/beitraege/komplexe_sprachausgabegeraete/fuer_talkereinsatz_robuster_touch_lapop_mit_drehbarem_display_gesucht/seite/1.html

www.cluks-forum-bw.de/no_cache/forum/beitraege/komplexe_sprachausgabegeraete/erfahrungen_mit_dem_tobii_communicator_und_der_software_sono_lexis-1/seite/1.html

 

Informationen über den Autor:

Einer der Geburtshelfer von Cluks-Forum; Mitglied der Redaktionsgruppe; Lehrer an der Esther-Weber-Schule in Emmendingen-Wasser

Stellungnahme für die Krankenkasse für ein Laptop

eingestellt am: 18.01.2013, 19:02 Uhr
eingestellt von: sabinalange

Kommentar:

Hallo Herr Rieth,

 

auch wenn es nun schon einige Zeit her ist, wollte ich doch wenigstens mal berichten, wie es "ausgegangen" ist. Die Krankenkasse hat die Kostenübernahme für das Laptop (erwartungsgemäß) abgelehnt, die Kosten für Multitext dagegen übernommen. Inzwischen gab es nun eine private Lösung, so dass der Schüler trotzdem ein Laptop zur Verfügung hat.

 

Vielen Dank für Ihre Tipps!

 

Grüße

Sabina Lange

 

 

Informationen über den Autor:

Förderschullehrerin und Kommunikationspädagogin (LUK VI) aus Bremen, ich arbeite an einer Förderschule (Schwerpunkt Geistige Entwicklung) in Niedersachsen bzw. in einer Kooperationsklasse und einer inklusive Klasse an einer Grundschule.

Stellungnahme für die Krankenkasse für ein Laptop

eingestellt am: 19.01.2013, 16:26 Uhr
eingestellt von: HeideRosin

Kommentar:

Hallo Sabina!

Ich empfehle eine Antragstellung ZUSAMMEN mit der Software Multitext, sofern sie für diesen Schüler sinnvoll ist, ohne spezielle Anpassung hast du kaum Chancen.

Auf der Multitext-Homepage www.hindelang-software.de

kannst du dir unter "Funktionen" mit dem VIDEO einen Überblick über Multitext verschaffen.

Außerdem gibt es seit Kurzem Arbeitshefte von Mildenberger und Cornelsen als fertige mtv-Dateien (Multitext-Vorlagen mit Textfeldern).

Ich habe gute Erfahrungen gemacht, abhängig von der Krankenkasse.

Schriftprobe der Handschrift beifügen. Umgang mit Stift und Papier genau beschreiben. Melde dich bei mir, wegen Beispielen v. Stellungnahmen.

Falls die Krankenkasse das Notebook ablehnt (was wahrscheinlich ist), anschließend Antrag beim Sozialamt (Eingliederungshilfe) stellen, mit der ausführlichen Stellungnahme. Evtl. persönliches Gespräch mit d. Sachbearbeiter, damit habe ich positive Erfahrungen gemacht.

Informationen über den Autor:

Förderschullehrerin,Förderschule Körperliche und Motorische Entwicklung Aurich, Beratung für Unterstützte Kommunikation

Stellungnahme für die Krankenkasse für ein Laptop

eingestellt am: 19.01.2013, 16:29 Uhr
eingestellt von: HeideRosin

Kommentar:

Ist ja alles schon gelaufen, Sabina. Dann beim nächsten Schüler.

Informationen über den Autor:

Förderschullehrerin,Förderschule Körperliche und Motorische Entwicklung Aurich, Beratung für Unterstützte Kommunikation

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