Computergestütztes Lernen und Unterstützte Kommunikation für Schülerinnen und Schüler mit einer körperlichen / geistigen Beeinträchtigung

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Frage

Umstellung auf DGS

eingestellt am: 12.05.2016, 09:38 Uhr
eingestellt von: Petra Hohenhaus-Thier
über den Autor:

Beschreibung:

Hallo,

unser Wohnbereich für Menschen mit schweren Behinderungen und die kooperierende Schule wollen unser bisheriges Gebärdensystem ("Schau doch meine Hände an") auf DGS umstellen. Da es inzwischen viele (arbeitsintensiv hergestellte -seufz!-) Materialien gibt und die Kinder die Gebärden zum Teil begeistert aufgesaugt haben, wüsste ich gern, wie man den Übergang unfallfrei und frustmindernd (Kollegen!) hinbekommt.

Wie habt Ihr Altes und Neues vereinbart? Wie verfahrt Ihr bei älteren Nutzern?

Freue mich über Tipps.

Vielen Dank

Petra Hohenhaus-Thier

St. Antoniushaus, Kiel

Kommentare zum Beitrag:

23.05.2016, 12:53 Uhr - Zu: Umstellung auf DGS - Irene Leber

Zu: Umstellung auf DGS

eingestellt am: 23.05.2016, 12:53 Uhr
eingestellt von: irene

Kommentar:

Liebe Petra,

ich denke, es ist wichtig, eine ganze Zeit lang "zweisprachig" zu bleiben und vor allem, die Gebärden der Kinder so zu akzeptieren, wie sie sind.

Wenn die Kinder so fit sind, dass sie die Gebärden aufgeaugt haben, kann man ihnen die Thematik vielleicht auch richtig erklären und anschließend saugen sie die nächsten Gebärden auf.

Schwieriger ist es vielleicht mit den Erwachsenen:). Wir haben vor etwa 20 Jahren umgestellt und immer noch geistern einzelne "falsche" Gebärden bei den Erwachsenen rum. Aber die Hauptsache ist doch, dass überhaupt gebärdet wird!

Viel Erfolg und liebe Grüße von Irene

Informationen über den Autor:

Cluks-Redaktionsmitglied, Sonderschullehrerin an der Ludwig Gutmann Schule Karlsbad, Referentin der Gesellschaft für UK

29.05.2016, 19:20 Uhr - Zu: Umstellung auf DGS - Kerstin Arnold

Zu: Umstellung auf DGS

eingestellt am: 29.05.2016, 19:20 Uhr
eingestellt von: Kerstin

Kommentar:

Hallo Petra!

Bei uns gestaltete sich der Übergang von SdmH zu DGS sehr langwierig, obwohl wir äußerst motiviert waren und immer noch sind (weil wir wissen, dass es gut und richtig ist). Schon alleine bis wir die DGS Gebärden für fertig, spielen und helfen in unseren Köpfen hatten war mühsam und auch fünf Jahre später komm ich noch in Aussenstellen, bei denen DGS noch nicht angekommen ist.

Hilfreich ist bei uns sicherlich der erstellte Grundwortschatz gewesen, womit sich die Kollegen sofort bildlich einen Überblick über die wichtigsten Worte verschaffen konnten. Außerdem haben wir mit Multikplikatoren und Gebärdenrunden versucht die DGS-Gebärden praxisnah in die Runde zu bekommen und machen uns gegenseitig immer wieder auf die DGS-Gebärde aufmerksam. Seit ca. zwei Jahren ist für alle nun klar, warum wir auf DGS umgestellt haben -  wir sind also auf einen guten Weg.

Zunächst hat bei uns der Schulkindergarten mit Umstellung auf DGS begonnen, so dass die ersten Klassen durch die Eingangsklassenschüler bereits gut den Übergang zur DGS geschafft haben. Bei den älteren Schülern akzeptieren wir deren Gebärden, bemühen uns aber die DGS-Gebärden einzuflechten (sozusagen zweisprachiges gebärden).

Um das Material ist es natürlich jammerschade, dem hab ich auch nachgetrauert. Oft habe ich damals die Gebärden einfach überklebt. Aber ich habe jetzt immer noch Bücher die mit SdmH Gebärden bebildert sind. Da fehlt mir einfach die Zeit. 

Viele Grüße und einen langen Atem

Kerstin

 

Informationen über den Autor:

Fachlehrerin G in einem Schulkindergarten für Körperbehinderte

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